Angeregt durch einen Beitrag meiner geschätzten Coach-Kollegin aus Hongkong Petra Schuseil zum Thema Fasten habe ich mir Gedanken über ein für mich sinnvolles Fastenprojekt gemacht.
Ich bin kleine klassische Fastenanhängerin, das Fasten habe ich gleichwohl aber öfters praktiziert: z.B. das Fasten unter fachlicher Anleitung für 10 Tage an einem schönen Ort mitten in der Natur ( Kloster Gerode im Harz) Es hat sehr gut getan, an Körper und Seele und Geist.
Es gibt noch andere lohnende Wege des "Weniger" als das klassische Fasten
Die Fastenzeit bietet aber auch genügend andere Möglichkeiten, sich gesund zu 'schrumpfen', Ballast abzuwerfen.
Wie wäre es mit mindestens 1 x Medienfasten pro Woche? 1 Tag ohne Internet oder ohne TV. Hört sich vielleicht erst mal schwierig an, aber es tut gut. Es bringt so viel geistige Klarheit und Wohlgefühl, die seelische Pufferzone nimmt zu. Man gewinnt mehr Zeit. Ich habe ganz aufs TV verzichtet und dadurch wesentlich mehr Zeit für Anderes, Kreatives gewonnen.
Wie wär's, wenn Sie sich 1x (für Mutige: mehrere Male) pro Woche Medienfreiheit vornehmen!?
Wenn es Ihnen dann doch in den Fingern kribbeln sollte, den "On"-Knopf zu betätigen, dann nehmen Sie
sich Ihre Kladde zur Hand und schreiben Ihre Gedanken dazu auf. Sie werden staunen, was einem bei so etwas (scheinbar) Unscheinbarem ergehen kann: Gedanken wie: " Ja, wenn ich dann aber doch was verpasse.." "Nur einmal ist doch nicht so schlimm.."
Puh, Wieviel Energie doch in solche Gedanken geht.
Mein Motto: hochgradig suchtgefährdet. Ich nehme mich da beim Internet nicht unbedingt aus.. aber Tage ohne I-Net tun mir sehr gut.
Probieren Sie's aus.
Wem es eher schwer fällt, startet mit der kleinen Dosis:
Mal einen halben Tag ohne TV, ohne I-Net. Eine lobenswerte Erfahrung.
damit Sie keine Entzugserscheinung bekommen: Was wollten Sie schon lange mal so richtig gern tun, aber dann reichte die Zeit nicht?
- Ein bestimmtes Buch (weiter) lesen?
- Einen Besuch in der tollen Ausstellung?
- Mal wieder den Zoo besuchen?
- Spazieren gehen in einer anderen Gegend?
.,,,, und und und..
ich komme so richtig schön zum Lesen, und es tut so gut. Mall wieder aktuelle Romane lesen, schöne Literatur..
Vielleicht habe ich Ihnen Lust gemacht?
Ich freue mich, wenn Sie über Ihre Erfahrungen dazu berichten!
Wie es sich anfühlt, dieses gewisse Mehr, das durch das Weniger möglich wird. Wie der Weg dorthin ist...
Bildquelle: pixelio.de, Maren Bessler

Hallo Zamyat,
ja das Fasten kann man auch unter dem kreativen Aspekt betrachten. Ich würde es auch nicht gern als Askese sehen sondern durchaus auch unter dem Blickwinkel der Besinnung. Also durch die Sinne zur Besinnung, das wär' doch was...
Liebe Grüße und eine spannende Zeit in Pößneck.
Dagmar
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 10. März 2009 um 17:36 Uhr
Hallo Dagmar,
das ist ja lustig- ich habe seit Jahren zum ersten Mal eine Liste für die "Fastenzeit" gemacht (sie liegt jetzt leider zu Hausse :-)), als ich in der Karnevalszeit hier in Pößneck zur Trainer- Ausbildung war. (Bin seit heute wieder hier für 5 Tage). Da liegen leider im Flur immer Süßigkeiten- zu Hause esse ich keine, aber hier war die Versuchung immer groß.
Da habe ich einfach die Fastenzeit zum Anlass genommen, mir das jetzt generell zu versagen, und dann kamen mir eben auch noch weitere Ideen, ähnlich wie du sie oben anregst.
Dazu gehört weniger TV, beim Essen nicht lesen :-(, überhaupt weniger und bewusster essen, früher den PC ausmachen etc.
Und mir machte das auch irgendwie Spaß, das unter dem Aspekt von "Fastenzeit" zu sehen. Allerdings weniger als "Askese", als Verzicht - sondern mehr Zeit für Be- Sinnung und mir und meinem Körper Gutes tun.
Liebe Grüße
Zamyat
Kommentiert von: Zamyat M. Klein | 08. März 2009 um 19:41 Uhr
Hallo Ivan Blatter,
Ihr Fasten in Bezug auf Kaffee und Tee finde ich interessant. Ich stelle mir vor, dass es dem Körper sehr gut tut und man sich zentrierter, gelassener dadurch fühlt.
Eine Info-Diät- und sogar eine ganze Woche lang, das ist eine ziemliche Leistung. Hut ab.
Die Kunst finde ich besteht darin, sich genau den einen kleinen Bereich auszusuchen, in dem man auch ganz gut verzichten kann, und vielleicht neugierig auf die Erfahrung ist.
Viel Erfolg beim Kaffee-Fasten. :-)
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 03. März 2009 um 17:31 Uhr
Liebe Frau Birkner,
Ihre Form des Fastens in Form der Öffnungszeiten im eigenen Office finde ich genial. Da ist für mich sofort spürbar, wie gut diese Struktur mir tun kann. Fasten also in der Form, auf die zerfledderten Büro-Zeiten zu verzichten. Schlankes Büro....
Dankeschön!
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 03. März 2009 um 17:24 Uhr
Hallo Petra, ni hao!
Ist das nicht ein schöner Kontrast, zwischen lazy Sunday zum Durchatmen und "zu sich kommen" und den "very busy days"? Besser und erholsamer und deshalb wohl auch effektiver als jeden Tag ähnlich vor zu gehen.
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 03. März 2009 um 17:21 Uhr
Ich habe mal eine Woche lang eine Infodiät gemacht. Naja, eigentlich war es nur eine TV-DIät, Zeitungen lese ich eh nur im Internet und auf das Internet konnte ich aus beruflichen Gründen nicht verzichten. Ich schaue zwar nicht so viel fern, aber doch immer wieder. Trotzdem hat eine kleine Auszeit sehr gut getan. Inspiriert dazu hat mich Tim Ferriss mit seiner 4-Stunden-Woche.
In dieser Fastenzeit verzichte ich auch Kaffee mit Koffein. Morgens zum Aufstehen trinke ich zwar noch einen oder zwei, danach ist aber Schluss. Koffeinfreier und Tee ist aber erlaubt; Cola u.a. aber nicht. Das bewährt sich gut bisher und es ist durchaus ein Unterschied, ob ich 5-10 Kaffees am Tag trinke oder jetzt nur noch 1-2.
Kommentiert von: Ivan Blatter | 03. März 2009 um 14:32 Uhr
Medienfasten kann eine sehr tiefgehende Erfahrung sein. Die eigenen Gedanken und Gefühle dazu wahrzunehmen, macht viel Sinn.
Mein Fasten besteht darin, feste Öffnungszeiten im Home Office zu haben und mich (meistens) daran zu halten.
Das Mehr ist eindeutig - neben gesteigerter Produktivität - auch gesteigerte Lebensqualität.
Kommentiert von: Monika Birkner | 03. März 2009 um 12:20 Uhr
Hallo Dagmar, ni hao,
schöne Ideen und Impulse gibst Du hier, die ich gleich mal auf mein Blog verlinken will zu Dir ... gestern am Sonntag war Ruhetag ... kein Surfen, kein Blog-lesen ... keine neuen Impulse ... dafür heute am Montag umso schöner. Herzliches DANKE. Gruß aus HK. Petra
Kommentiert von: Petra Schuseil | 02. März 2009 um 04:33 Uhr