Haben Sie Raum, in dem das Neue Platz hat?
Wenn wir uns etwas Neues in unserem Leben wünschen, eine neue ( naturgemäß bessere) Lebensqualität, angemessenere Gewohnheiten, benötigen wir Raum dafür, dass das Neue sich auch in unserem Alltag verwurzeln kann.
Der Raum kann sich auf unterere Aufmerksamkeit beziehen oder auf unseren Wunsch, das Neue auch wirklich zu wollen, zu begrüßen, ihm zumindest neugierig gegenüber zu sein.
Sollte das (noch) nicht der Fall sein, ist entweder der Loslösungsprozess vom Ehemaligen angesagt, kann auch als Trauer erlebt werden.
Neues, Erwünschtes kommt nur, wenn wir Raum dafür geschaffen haben
Ich habe bisher keine guten Erfahrungen damit gemacht, Neues zu wollen, ohne dass das Alte, das nicht mehr stimmig war, wirklich von mir verabschiedet, losgelassen, wie man heute sagt ;-) war.
Dieser Lernprozess war (und ist immer wieder) wichtig für mich.
Warum fällt vielen von uns das Platz schaffen für Neues so schwer?
Warum fällt vielen von uns das Platz schaffen für Neues so schwer? Weil es bedeutet, sich von einigem was bisher gültig war, zu trennen. Das kann auch bedeuten: Abschied, Trauern, Zweifeln: sollte ich nicht doch noch warten..?" Und damit wieder das Thema: Hoffentlich mache ich keinen Fehler, indem ich mich von diesem oder jenem trenne. Das Trennen dürfte bei den Kilos wohl nicht so schwer fallen, aber was ist mit Gewohnheiten, Büchern, Kleidern? Das Gefühl des Vakuums, dass da eine Zeitlang, wo ETWAS war, nun NICHTS - ( besser gesagt: noch nichts) ist - das ist schwer auszuhalten.
Das Vakuum konfrontiert uns mit Unsicherheit.
Wie wär's, dieser Unsicherheit einen anderen 'Touch' zu geben: Neugier! Neugier darauf, was wir bewegen werden, was uns begegnen wird, Offenheit dazu, was wir in die Hand nehmen werden?
Ein Vakuum kann zweierlei bedeuten
Ein Vakuum kann zweierlei bedeuten: Das Alte ist nicht mehr. Aber ebenso: da ist Raum für Kommendes, Neues. Unser Experimentiergeist ist gefragt.
Das Erwünschte kommt gern, wo es sich "eingeladen" fühlt und Raum dafür ist.
Ich habe die erfrischende Wirkung oft genug erlebt, nachdem ich mich von der einen oder anderen Sache trennte. Bücher verschenkte, Bilder, CDs. Ich bekam einen ungeheuren Energieschwung. Energie benötigt anscheinend Bewegungsfreiheit und damit Raum. Darauf mag ich nicht mehr verzichten.
Wann immer ich ein neues Buch anschaffe, verschenke ich ein bisheriges. Tut richtig gut. Aber einen Ruck musste ich mir schon geben. Nun ist es schon fast auf dem Weg, eine gute Gewohnheit zu werden. Von der werde ich mich nicht so schnell trennen.
Zur Nachahmung empfohlen.
Was mir in der Übergangszeit half: Das, was das Vakuum in mir auslöste, aufzuschreiben. Dann war es raus aus dem Kopf und dort war wieder Raum für Anderes.
Bildquelle: Pixelio.de,_Jan_Wattjes

Liebe Frau Birkner,
freut mich, wenn Sie Lust zum Raum schaffen haben. Vielleicht haben Sie deswegen auch oft so gute Ideen für innovative Aktionen?
Ich wünsche Ihnen gaaaaaanz viel Platz für Neues, auf das wir dann gespannt sein können.
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 19. März 2009 um 22:43 Uhr
Liebe Frau von Consolati,
Ihr Artikel nebst dem Bild macht richtig Lust, Raum zu schaffen. Ich erlebe es auch immer wieder als sehr befreiend, wenn ich mein Bücherregal oder meinen Schrank von Altem befreit habe.
Kommentiert von: Monika Birkner | 19. März 2009 um 22:01 Uhr
Liebe Petra,
so radikal wie Simplify müssen wir das ja nicht handhaben. Schließlich wollen wir uns ja noch wohlfühlen. Das Loslassen sollte meiner Meinung nach nicht zum Selbstzweck werden.
Wie bei den meisten Dingen ist das richtige Maß zu finden die Kunst...
Feeling happy- das hört sich doch gut an. Davon wünsche ich Dir ganz viel! Genieße Hongkong, solange Du noch dort bist.
Einen :-) Abendgruß aus Berlin!
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 18. März 2009 um 18:50 Uhr
Hallo Dagmar,
in dem Buch Simplyfy your Life steht ja sogar geschrieben: Alles, was Du ein Jahr nicht angefasst oder getragen hast - weg damit! Ich finde der Autor hat recht. Würde bedeuten, ich müsste fast alles entsorgen, wenn ich nach Frankfurt zurückkehre ... aber ganz so ernst müssen wir es ja nicht nehmen. Nur den Sinn dahinter verstehen. Ich werde auf jeden Fall "ausmisten" ab August.
In meinen Coachings erlebe ich häufig, dass die Menschen gerne ihre privaten Terminkalender vollpacken wollen, ohne sich vorher von einem Hobby verabschieden zu wollen, damit Zeit für das nächste Hobby geschaffen wird. Da fällt mir auch die Kieselstein-Geschichte wieder ein. Nur wenn wir uns Zeit und Raum schaffen für das, was uns wirklich wichtig ist, dann werden wir unsere Lebensqualität erhöhen und vielleicht sogar unsere Lebensträume verwirklichen. Hier in Hongkong habe ich mich nach einem ganz aktiven ersten Jahr mehr und mehr zurück gezogen an meinen Schreibtisch und mit dem Schreiben und Bloggen begonnen. Nebenbei habe ich an der Positionierung rund um meine Coaching-Dienstleistung gefeilt. Ich habe mir damit ein ganz wichtiges Bedürfnis erfüllt ... Das Resultat ist bald in einer neuen Homepage zu sehen. Feeling happy!! Herzlicher Gruß aus der Megacity. Petra
Kommentiert von: Petra | 18. März 2009 um 09:57 Uhr
Liebe Zamyat,
gratuliere, wenn Du schon ein Lieblingsthema aus dem Loslassen und dadurch Raum schaffen gemacht hast. Für mich ist das Trennen von Büchern und Ähnlichem im Moment dran und fühlt sich gut an.
Aber manchmal ist wohl ein riesengroßer Platz nötig für einen großen Entwicklungssprung. Du hast meine volle Bewunderung!
Bleibe dran, mit Lust natürlich...
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 16. März 2009 um 19:42 Uhr
Liebe Dagmar,
ja, das ist ja eins meiner Lieblingsthemen und in den letzten Monaten ist "Entrümpeln" bei mir ja zu einer Leidenschaft geworden.
Schon früher habe ich die Erfahrung gemacht, dass frei nach Karen Kingston in "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" Altes entsorgen Platz für Neues und neue Entwicklungen macht.
Es geht sogar noch weiter:
auch das Verabschieden von alten Kunden oder Zielgruppen. Das ist erheblich schwerer, als mal Bücher wegzugeben, da ja auch immer Unsicherheit finanzieller Art damit verbunden ist.
Aber auch da habe ich bislang nur positive Ergebnisse erlebt, wenn ich den mutigen (Ab-)Sprung geschafft habe.
Liebe Grüße
Zamyat
Kommentiert von: Zamyat M. Klein | 16. März 2009 um 12:49 Uhr