Auf den Verlierer setzen der sich wieder aufrappelt!
"Von den amerikanischen Personalchefs können wir lernen, auf den Verlierer zu setzen, der sich wieder aufrappelt.
Finden Sie den Menschen, der sich nach einem Fehlschlag wieder fängt und stellen Sie ihn auf der Stelle wieder ein. Jeder Narr kann gewinnen. Aber der schlaueste Mensch im Raum ist derjenige, der aus der Asche wieder aufersteht!"
Diese bedeutsamen Worte sagte sinngemäß Prof. Dr. Sudhir Venkatesh, Professor für Soziologie an der Columbia University in New York auf dem 'Manager Meeting Europe' in Frankfurt am Main, am 23. 06. 2010.
Diese Notiz der Fachzeitschrift "Wirtschaft und Weiterbildung" aus dem Haufe Verlag fand ich bemerkenswert. Denkt hier doch ein Wissenschaftler konsequent zukunftsorientiert und "gegen den (-landläufigen-) Strich".
"Jeder Narr kann gewinnen". Na ja, vielleicht nicht jeder. Aber das Gewinnen ist inzwischen ziemlich leicht geworden, verfolgt man nur die "richtige" Strategie, bleibt konsequent am Ball, und macht seine "Hausaufgaben". Da jedoch unsere aktuelle Wirtschafts- und globale Kommunikations-Welt immer komplexer wird, ist nicht alles, was auch Erfolg bringen kann, vorhersehrbar. Wer sah noch vor 3 Jahren den Boom der social media voraus?
Der Erfolg von Heute kann der Misserfolg von morgen sein.
Die Medien und das Marketing, die noch vor ca. 2 Jahren zogen, können sich heute als nicht zielführend entpuppen, und schon hat man den Salt, sprich den Fehler, der sich in negativen Verkaufszahlen spiegeln kann.
Was hilft?
Antizyklisches Denken
In meinen Augen ist eine Haltung sinnvoll, die antizyklisch vorgeht. Menschen, die alles gewagt haben und die ihr Ding in den Sand gesetzt haben, können aus kybernetischer Sicht nur noch Erfolgreich werden, wenn sie den Geist des Lernens und der Wachheit leben. Wer in die Talsohle gerauscht ist, wird viel Frust erlebt haben. Das kann ( muss aber nicht) in einen starken Schwung in die einzig dann noch mögliche Richtung münden: die Aufwärtsbewegung. Wer aus Fehlern lernt, und die Energie, die sie bieten, nicht in Scham und Vertuschen des Gewesenen steckt, hat gute Chancen auf einen neuen Erfolg. Auf einen Erfolg der den Unterschied macht, der nämlich den Lernprozess an Bord hat, den der Fehler geschenkt hat.
Dem Fehler den Makel nehmen- stattdessen die Chancen sehen, die durch Fehler möglich werden
Da können wir Deutschen viel von den US-Amerikanern lernen. Sie sind Meister im wieder aufstehen und im Neubeginn. So werden Fehler zum Dünger des Neuen, Besseren. Eine positive Fehlerkultur hilft dabei.
Coaching hilft, diese Chancen zu sehen und zu nutzen
Coaching denkt zukunftsorientiert, und öffnet den Blick über den Tellerrand hinaus. Fehler werden analysiert, aber nicht bestraft. Denn das hieße Chancen zu vergeben. Stärkender z.B. für eine Führungskraft oder einen Selbständigen ist es, den Glauben an sich wieder zu stärken, und die Denke zu bereichern, die zum beherzten neuen Handeln führt:
"Ich bin erfolgreich, obwohl ich Fehler gemacht habe".
....oder:
"Ich bin erfolgreich, weil ich die Lern-Chance der Fehler genutzt habe."
Im Coaching systematisch Fehler simulieren, die passieren könnten und aus ihnen lernen, leichter in die gewünschte Richtung zu gehen.
So macht Entwicklung ( wieder) Spaß. Es muss nicht Energie in die Haltung fließen, wie wenn jemand schon in die vorsorgliche Fehlerlähmung geht, beim Gedanken daran, was schief gehen könnte.
Darum ist mein Tipp für die Weltmeisterschaft 2014: Italien wird Weltmeister. Wenn Italien seine Chance des derzeitigen Fehlers nutzt.. Wenn nicht Deutschland Weltmeister wird. Was ich mir naturgemäß noch mehr wünsche...
Für Coachinginteressierte:
Für Coachinginteressierte: Die neue zertifizierte systemische Coach-Ausbildung startet in Berlin Ende Oktober.
Bildquelle: pixelio.de

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