Wir alle sind sicherlich erschüttert über die Ereignisse in Japan.
Ich fühle mit den Menschen dort und sende so manches Gebet.
Eben las ich einen informativen Artikel aus "Die Zeit" über die Regenerationsfähigkeit der Japaner, im Angesicht von Katastrophen ( dieses Wort existiert in der japanischen Sprache nicht, weswegen einige Japaner meinen, dass sie auch anders als wir Deutschen auf ihre traumatische Situation reagieren).
Headline aus "Die Zeit" (im Artikel von © Nicholas Kamm):
"...Psychologen prophezeien Japan ein "posttraumatisches Wachstum"..."
Die Japaner haben trotz ihrer extrem schwierigen Lage immer noch ihre Fassung nicht verloren. Dass das nicht nur eine japanische 'Eigenschaft' sein muss, liegt auf der Hand. Die Psychologen stellen weiterhin die These auf: "Seelisch ist der Mensch Krisen gewachsen und kann sie meistern." Das hat auch der Existenzphilosoph und Psychologe Viktor Frankl in seinem Werk und mit seinem Leben bezeugt, denn er überlebte das KZ.
Ein Satz in diesem Zeit-Artikel hat mich besonders beschäftigt:
"Ich bin verletzbarer, aber stärker", sagen Menschen, nachdem sie eine schwere Krise durchlebt haben, . So lautet auch die paradoxe Formel, berichten die amerikanischen Psychologen Richard Tedeschi und Lawrence Calhoun, die sich intensiv mit "posttraumatischem Wachstum" befasst und den Begriff geprägt haben. Und mit dem Begriff ist nicht gemeint, irgendwie abgehärtet zu sein. Krisen und extreme Situationen transformieren Menschen tief.
Vielleicht wird diese Eigenschaft, sich verletzbarer zu zeigen, also erreichbarer und offener in Zukunft ( noch) wichtiger werden?
http://www.zeit.de/.../2011-03/kommentar-fukushima

Liebe Frau Birkner,
danke schön für Ihren Hinweis auf dieses Interview!
Kommentiert von: Dagmar von Consolati | 23. März 2011 um 10:21 Uhr
Liebe Frau von Consolati,
diesen Beitrag finde ich sehr spannend. Sein Tenor passt zu dem, was Richard Oetker in seinem kürzlichen Interview zu seiner Entführung sagte: "Die Entführung hat mir viel Kraft gegeben."
http://blog.monika-birkner.de/2011/spannendes-interview-mit-unternehmer-richard-oetker/
Kommentiert von: Monika Birkner | 18. März 2011 um 18:22 Uhr