....ist tätige Präsenz.
....ist Tun aus dem Sein.
...ist Tun und Nicht tun in einem Atemzug. Beides fruchtbar zusammen gebracht.
Diese Gedanken kamen mir, als ich ( mal wieder ) die Quadratur des Kreises bewerkstelligen wollte. Den Urzustand weiblichen Handelns an den Tag legte: Multitasking.
Paradox? Ja. Und nein. Ich sehnte mich nach dem einenden Band zwischen all den Bits und Pieces: Anzeigen schalten, Mails beantworten. Trainings planen und durchführen. Fehler erkennen und korrigieren. Anrufe tätigen. Anrufe entgegen nehmen. Wieder Mails schreiben und beantworten. All das sind notwendige Alltagsaktivitäten. Und das ließ mich mehr und mehr in ein Gefühl von Zersplitterung verfallen. Aufgefressen von ein bisschen viel Unvorhergesehenem und einem Meer an Routine. Gefährlich nahe am Hamsterrad. Damit bin ich, weiß Gott, nicht allein.
Froh bin ich über meine langjährigen Erfahrungen in der Achtsamkeitspraxis nach Gindler/Jacoby. Dort, in den rgelmäßigen Kursen werde ich immer wieder an den Zustand meiner eigenen Achtsamkeit erinnert. Wie spüre ich mein Stehen, wie atme ich gerade? Welchen Kontakt habe ich zur Sitzfläche, dem Boden, den Dingen, die ich in der Hand halte? So z.B. einen Telefonhörer.
All diese kleinen Momente des Gewahrseins braucht es, brauche ich, um nicht vom Ruf des To Do aufgesogen zu werden. Sondern DA zu sein. Nicht nur körperlich.
Heute habe ich es zum Glück mal wieder erlebt: das eigene Körperbewusstsein aktiv zu halten und den Moment zu erleben, obwohl ich in die Hypernervosität abzudriften drohte. Mit der Gefahr hektischer Entscheidungen. Ich hielt stand.
Da war es wieder: das Gefühl, der Zustand der Gelassenheit. Wie ein Fels in der Brandung tauchte er auf. Inmitten eines Meers von Hektik und 'keine Zeit'. Ich weiß, dass dieser Felsen immer mal wieder überspült wird vom tosenden Meer der Betriebsamkeit. Der operativen Hektik. Ich weiß aber auch ganz fest, der Fels ist immer da. So wie jetzt. Egal, ob das Meer stürmt oder nicht. Der Fels braucht es, dass ich weiter von ihm weiß und den Kontakt aufrecht erhalte.
Interessanterweise gehen dann die Dinge schneller von der Hand. Erstaunlich, nicht?
Gelassenheit ....kann man verlieren. Und wieder gewinnen.
Ich wünsche Ihnen einen gelassenen Tag.
Foto: pixelio.de, Daniel Stricker






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